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BESINNUNG ZU WEIHNACHTENDie Ankunft des Sohnes Gottes auf Erden ist ein Ereignis von solcher Größe, dass Gott es über vieleJahrhunderte hinweg vorbereiten wollte. Rituelle Handlungen und Opfer, Gestalten und Symbole — alles wardazu bestimmt, in Christus zusammenzulaufen. Gott hat Ihn vorausverkündet, Ihn angekündigt durch den Mundder Propheten, die sich von Geschlecht zu Geschlecht ablösten.Nun kommt der Sohn Gottes selbst, um uns zu unterweisen: „Nachdem Gott einst zu den Vätern viele Male undauf vielerlei Weise gesprochen hatte, hat Er in diesen letzten Tagen zu uns gesprochen durch den Sohn.“ DennChristus wurde nicht nur für die Juden geboren, die zu Seiner Zeit lebten; vielmehr „für uns alle, für das ganzeMenschengeschlecht ist Er vom Himmel herabgestiegen.“ Die Gnade, die Er durch Seine Geburt verdient hat,will Er jeder Seele mitteilen. Darum hat die Kirche, vom Geist Gottes geleitet, die Seufzer der Patriarchen, dieSehnsüchte der Gerechten des Alten Bundes und die Hoffnungen des auserwählten Volkes zu den ihrengemacht. Sie legt sie uns auf die Lippen und erfüllt unsere Herzen mit ihnen; sie will uns auf das KommenChristi vorbereiten, als würden wir Seine Geburt gleichsam mit eigenen Augen neu erleben.Seht, wie sie, indem sie das Kommen ihres göttlichen Bräutigams auf Erden feiert, Glanz und Feierlichkeitentfaltet; wie sie eine Fülle von Licht erstrahlen lässt, um die Geburt des Friedensfürsten, der Sonne derGerechtigkeit, zu feiern, die inmitten der Finsternis aufgeht, um jeden Menschen zu erleuchten, der in dieseWelt kommt.Diese Feste sind schön und ergreifend. Die Kirche ruft das Lied der Engel in Erinnerung — „Ehre sei Gott inder Höhe…“ — das über den Feldern von Bethlehem erklang und die Herrlichkeit des Neugeborenenverkündete. Sie erinnert uns an die Hirten, einfache Seelen, die kamen, um Ihn in der Krippe anzubeten; an dieWeisen, die aus dem fernen Osten herbeireisten, um vor ihrem Gott das Knie zu beugen und Ihm ihre Gabendarzubringen.Doch wie jedes ird...
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Besinnung zu Weihnachten
Besinnung zu Weihnachten, Konferenz gehalten im Kloster der Missionaries of Mother Teresa of Calcutta in Gent am 20.12.2025